Literatur
Zusammenstellung von Liederbüchern aus meinem Privatarchiv

Knurrhahn - Seemannslieder und Shanties

Herausgeber:
Gesammelt und bearbeitet von R. Baltzer, Lotse a.D.
Musikalische Bearbeitung: Klaus Prigge, Chormeister, Kiel. 1937
Verlag: A.C. Ehlers, Kiel
Grosse: 23cm x 15,5cm x 2cm

Anmerkung:
Eine Sammlung von 35 deutschen und 20 englischen Seemannsliedern .Die Texte der deutschen Lieder, sind teilweise in plattdeutscher Schreibweise geschrieben. Angaben über Herkunft der Texte oder Melodien, werden am Textende beschrieben. Das Buch wurde mit Zeichnungen und Bildern verschiedener Segelschiffe ausgestattet, wovon hier einige abgebildet wurden.

Shanties sind Lieder und Gesänge, welche von den Seeleuten bei der Arbeit, beim Segelheißen und -setzen, beim Ankerhieven und Pumpen, gesungen wurden. Texte und Melodien wurden vielfach alten Balladen und Liedern entnommen oder auch frei erfunden.
Der Gesang war nicht immer melodisch, meistens wurde mehr geschrieen als gesungen.


Knurrhahn - Seemannslieder und Shanties



Bark "Tinto" 1851
Die Bark "Tinto" von 1851
Beim shanty gibt der Chor den Zeitpunkt des Einfallens und Holens, das "Zu-gleich" an . Der Chor fällt ein, bevor der Vorsänger oder Vorhansmann seine Strophe zu Ende gesungen hat, ebenso beginnt der Vorsänger wieder, ehe der Chor geendet hat.
Melodien und Texte waren natürlich bei der Überlieferung vielfachen Änderungen unterworfen. Daher kann es auch vorkommen, dass derselbe Text nach verschiedenen Melodien gesungen wird.
Das Wort "shanty" stammt von den Pflanzungen der Südstaaten, wo die Hütten der Arbeiter so genannt wurden. Die Bezeichnung "shanty" von dem französischen "chant" herzuleiten, erscheint mir falsch, da ohne Zweifel die ältesten shanties amerikanischen Ursprungs sind. Erst mit der Ausdehnung der deutschen Schiffahrt in ferne Meere, tauchten auch deutsche Lieder und Texte auf, meistens aber nicht gerade für zarte Ohren geeignet.
Viele schlummern wohl noch in irgendeiner Seekiste, und hoffentlich trägt dieses Buch dazu bei, sie ans Tageslicht zu fördern. Möge dieses Buch allen Fahrensleuten und allen denen, die mit der See und der Seefahrt zu tun haben, viel Freude und manche frohe Stunde bringen. R. Baltzer.
Viermastbark "Padua" 1926
Die Viermastbark "Padua" von 1926

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