Zugleich gehören Sie zu unseren Ältesten und haben die Jahre
richtender und aufrichtender Drangsale, die nie vergessen werden sollen,
nicht bloß miterlebt, mitempfunden, miterlitten, -Sie haben treu
und kräftig zum Siege mitgeholfen. Der Ihnen den unverfälscht
deutschen Sinn in das Herz pflanzte, legte Ihnen auch das deutsche Wort
auf die Lippe, das die Tapfern zum Kampfe und die Kämpfer zum Siege
führte. So war Ihr Leben ein schönes Los und ist ein wichtiges
Stück in der Geschichte unseres Volkes geworden, dem Sie die Gnade
von Gott hatten, in schwerster Zeit den ewig unvergänglichen Gesang
vorzusagen:
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Das
ganze Deutschland soll es sein!
O Gott vom Himmel sieh darein,
Und gib uns echten deutschen Mut,
Dass wir es lieben treu und gut!
Das soll es sein,
Das ganze Deutschland soll es sein !
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Dieses
Buch soll ein Volksbuch und ein deutsches Buch sein, in jedem Hause
willkommen. Die vaterländischen Schlachtlieder, bei deren Klang
Deutschland wieder deutsch wurde und die bis zu unseren spätesten
Enkel hin nicht verstummen mögen, bilden den Anfang, wie alles
Tuns und Dichtens Anfang das Gebet ist.
Die Mitte enthält den lustig freien Burschengesang, das Jauchzen
der Jugend, dem der ernste Fleiß zur Seite gehen und dem männliche
Werktüchtigkeit folgen muss, soll es nicht eitel sein. Den Schluss
machen des Volkes eigene und seine Lieblingslieder, ein Griff aus seinem
dichterischen Schatze, in dem sein inniges und reiches Gemüt sich
widerspiegelt.
Die Auswahl hat die gesamte deutsche Studentenschaft selbst getroffen.
Kundschreiben waren zahlreich nach allen Hochschulen hin ergangen, und
allerseits her kam in dankenswerter Fülle die erbetene Beihilfe,
durch die es allein möglich wurde, dem Buche den Grad von Vollendung
zu geben, den es als allgemeines deutsches Buch haben muss, um den Wünschen
aller, soviel das überhaupt zulässig war, gerecht zu werden.
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Auch
für die Singweisen, die in frühen Liederbüchern unverzeihlich
und fast durchgängig arg vernachlässigt waren, ist jede Sorge
getragen, sie rein und sanggerecht herzustellen. Zwei deutsche Männer,
Friedrich Erk und Friedrich Silcher, haben sich des Reinigungswerkes der
Weisen angenommen, und wie sie es getan haben, mag männiglich selbst
nun erkennen. Die Weise des Liedes ist seine Seele und darum war die Pflicht
groß, die Weisen von dem Schmutz zu säubern, der sich an sie
gehängt hatte. Und so übergeben wir dem lieben "alten Arndt"
dies Buch, vermeinend, ihm selbst dadurch eine Freude zu machen und durch
solche Widmung das Buch jung und alt im Volke am besten zu empfehlen.
Hermann und Moritz Schauenburg
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